Die Fläche im Schwarzwald beträgt ca. 6.000 qkm, wovon 2/3 bewaldet sind.
Der Feldberg, als seine höchste Erhebung im Schwarzwald, misst 1.493 m.

Deutsche Uhrenstraße Schwarzwald
Im Nordschwarzwald stehen bis zu 87% Fichten, eine Monokultur, die erst in den letzten Jahrhunderten durch menschliche Einwirkung, aus Gründen der Holznutzung, so entstanden ist. Der häufigste Laubbaum ist die Buche.
Was die Route von Baden-Baden über Offenburg, Lahr, Ettenheim bis Lörrach für Besucher so interessant macht, ist die Verbindung von Natur, Kultur und kostbaren Weinen.
Von der Sonne wird sie verwöhnt, diese Landschaft, die zu den wärmsten Regionen Deutschlands zählt. Gäste begeistern sich nicht nur für die edlen Tropfen, die hier gedeihen, sie schwärmen auch von den vielen romantischen Winkeln und Gassen, den gastlichen Städten und Weindörfern. Freundliche Menschen leben hier, wo an den Hängen die Trauben Sonne tanken, ehe sie im Herbst von fachkundiger Hand verarbeitet werden.
Der Weinbau hat an der Badischen Weinstraße eine reiche Tradition. Alte, edle Rebsorten und interessante Neuzüchtungen sind die Grundlage für eine reichhaltige Auswahl bester Tropfen.
Auch in einer der vielen gemütlichen Weinstuben lässt sich trefflich der persönliche Lieblingstropfen herausfinden. Die badische Küche lockt ohnehin mit ganz verführerischen Düften und Spezialitäten, die zum Schmausen einladen. Dazu einen Riesling, einen Müller-Thurgau oder einen Spätburgunder-Rotwein. Da wird Urlaub zum Genuss.
1992 wurde im Schwarzwald die Deutsche Uhrenstraße eröffnet.
Nach vierjähriger Planung und Vorbereitung wurde damit eine Ferienstraße geschaffen, die auf enormes Interesse der Schwarzwaldbesucher stößt. Über 320 Kilometer zieht sie sich von Villingen-Schwenningen in vielen Schleifen auf einem Rundkurs durch die schönsten Schwarzwaldtäler.
Sie vermittelt an mehr als 30 Stationen einen Einblick, welche Bedeutung die ursprünglich hölzerne Uhr aus dem Schwarzwald für die wirtschaftliche Entwicklung der ganzen Region hatte.
Die Kuckucksuhr gehört zum Schwarzwald wie der Bollenhut oder die Schwarzwälder Kirschtorte. Keine andere handwerkliche Arbeit verdeutlicht so gut den Charakter von Mensch und Landschaft dieser Region. Aus den vorhandenen Ressourcen mit viel Geschick und Fleiß das Beste zu machen, erfordert Ausdauer und Tüftlersinn. Die Schwarzwälder Holzuhren natürlich gibt es viele verschiedene, mit und ohne Kuckuck sind inzwischen weltweit zum Synonym für den Schwarzwald geworden.
Kuckucksuhren werden im Schwarzwald schon seit mehr als 250 Jahren hergestellt und verkauft mit wachsendem Erfolg. So kommt es, daß man den Kuckuck in der freien Natur weitaus seltener hört, als aus den hölzernen Uhrengehäusen.
Die Schwarzwälder haben die Uhr damals nicht neu erfunden,
sie haben sie nur mit den eigenen Mitteln gebaut. Ohne spezielle Vorkenntnisse konnten die ersten Räseruhren von geschickten Handwerkern hergestellt werden. Eine Zunft gab es damals nicht für die Uhrmacher: Wer Uhren bauen konnte, dürfte sich Meister nennen. Das Uhrenmachergewerbe entwickelte sich rasch: Viele Menschen hatten in der kargen Höhenlandschaft ein karges Einkommen und suchten nach Beschäftigung. Und in vielen bürgerlichen Haushalten in den Städten wurde die Anschaffung einer Uhr ab 1750 erst möglich weil si jetzt zu einem erschwinglichen Preis gekauft werden konnte.
Die erste Kuckucksuhr soll im Jahre
1730 Franz Ketterer aus Schönwald gebaut haben. 1762 erwähnte ein päpstlicher Legat nach einem Besuch im Kloster St.Blasien “die hölzerne Uhren, die hier in sehr großen Mengen gemacht und durch den Handel in ganz Europa verbreitet” werden. Am Ende des 18. Jahrhundert sollen bereits 110.000 Stück ausgeliefert worden sein, 1854 sogar schon 600.000. Bereits 1840 gab es Niederlassungen der Schwarzwälder Uhrenhändler in vier Erdteilen und 23 Ländern. In China und Russland, in der Türkei und in Amerika öffnete der Holzvogel stündlich sein Fenster, um die volle Stunde “anzusagen”.
Die Facetten der Schwarzwälder Holzuhren sind so vielfältig wie die Region des Schwarzwaldes. Als Antrieb nutzte man in der Anfangszeit einen Feldstein als Gewicht, das an einer Schnur befestigt wurde und und so das Holzräderwerk antrieb. Die Mechanik, teilweise auch aus Eisen oder Messing wurde in Holzgehäuse montiert. Das Holz für Schilder und Zifferblatt konnte aus der nächsten Umgebung geholt werden. Für das Räderwerk dagegen brauchte es das harte Obstbaumholz aus den tieferen Lagen.

